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Der schaurig schöne Nachwuchs

Letztens habe ich etwas festgestellt, was vielleicht nicht jedem gefällt: ich hasse kleine Kinder! Wenn die mit ihren großen Kulleraugen vor einem stehen und sich nichts sehnlicher wünschen, als unterhalten zu werden in ihrem langweiligen eintönigen Kindergartenleben mit überforderten und unqualifizierten Erziehern, die sich Beamte nennen. Da stehen sie nun, die kleinen Belger, vor mir. Und ich? Ich leider auch - mit großen Kulleraugen. Ich weiß nicht, wie es kommt, dass sich diese nervtötenden Windelschleudern immer von denjenigen besonders angezogen fühlen, die ihnen hilflos gegenüberstehen. Es gibt in diesem Fall die unelegante Möglichkeit, sich anderthalb Meilen herunterzubeugen und sich angeregt und scheinbar überaus interessiert über die neue Polly Pocket Kollektion auszutauschen. Natürlich mit den unschönen Nachwirkungen, dass man in Zukunft, sobald man das Haus verlässt, von einer Horde Zehnlitertermoskannen verfolg wird, die einen aufgrund dieser gehaltvollen Konversation, zu ihrem neuen Idol erklärt haben. Hier hilft dann nur noch: Schneller sein, als das Dreirad mit Vorderradantrieb! Wem hierfür - ganz verständlich - seine neuen teuren umwerfend gutaussehenden Jeans mit gewollten statt zufälligen Löchern am Knie zu gut sind, dem bleibt immer noch die Ausweichvariante: Sie ist sicherlich unschlagbar unpädagogisch und unbestritten unkorrekt, wenn’s ums Einhalten der Elternregeln von Familie& Co geht, aber, und das ist hier das besonders hervorzuheben, tierisch effektiv. Die Praxis? Sieht so aus: ,,Ey, du kleiner Knisterarsch! Halt deine schrille Schnauze und (hier lauter werden) verzieh dich endlich mit deinen schmutzigen Dreckfingern (jetzt versuchen, trotz Zorn autoritär zu wirken) von meinen noch sauberen geradezu unsichtbaren Fensterscheiben, bevor ich den Hundefänger rufe” Unschön, ich geb’s ja zu, aber ich muss sagen, es ist eine wirkungsvolle, zum Teil erprobte Art der Schädlingsbekämpfung mit sicherer Garantie, dass man nie wieder vom selben sabbernden Zwerg aufgefordert wird, ihm Anschwung an der Schaukel zu geben. Ich habe allerdings eine ganz andersartige Art des Umgangs mit den Gören erfunden, leider nicht mit Absicht, was der Grund dafür ist, dass sie im Grunde genommen nur vollkommener Schrott ist. Ich gehe in meiner abgrundtiefen Verzweiflung in Überschalltempo dazu über, mit den Kinder über die Siemens Pipelineverlegung zur Senkung der Transportkosten kostbaren Erdöls zu reden... Ob das vielleicht sogar zum Lerneffekt und zum schnelleren Erwachsenwerdender Kinder beiträgt, bleibt hier mal unkommentiert in den Raum gestellt...

Nun ist es an der Zeit für ein Geständnis. Ich bin nämlich einer der Menschen, die im Falle der Koexistenz eines Kindes in der Reichweite von weniger als mindestens dreißig Metern ratloser sind als vor einer dreizeilenlangen Matheaufgaben ohne Taschenrechner, in der Dezimalzahlen vorkommen! Gestern musste ich feststellen, dass diese Situation an Halloween gehäuft auftritt und hinzukommend in noch erhöhtem Grausamkeitsfaktor, da die Winzlinge Lob und Süßes fordern für ihre - ach ja - ganz entzückenden Kostüme und die - ich nehme dreist an, ungewollt schrecklichen - Krächzgesänge. Was

also tun in diesem Ausnahmefall, der verboten und unter Lärmbelästigen eingestuft gehört? Mein einziger gestriger Gedanke: KONTAMINIERUNGSALARM! Ich will die Biester ja nicht verschrecken und fortan als die böse Tante von nebenan gelten, aber ich will mich auch nicht aufführen wie die Supernanny! Ich entwickle in diesem Moment eine solche Angst, mich lächerlich zu machen oder beobachtet zu werden, wie ich mein Niveau ungefähr dreizehntausend Niveaueinheiten herabsetze um einem kleinen Vampir mit gekonnt geschocktem Gesichtsausdruck zu versichern, wie sehr ich mich erschreckt habe, als ich in nach etwa zwölf Sekunden auf meiner Fußmatte entdeckt hatte. Kurz zusammengefasst könnte man sagen, ich bin im Angesicht eines Zwanzigzentimetermenschen - na, sagen wir fünfundzwanzig Zentimeter - heftiger gelähmt als bei dem Gedanken, unter meinem Bett könnte ein schleimiges, mit Kopfläusen infiziertes Monster mit Fangarmen hausen, dass um Mitternacht beginnt, sächsisch zu sprechen.

Nun kann wohl jeder nachvollziehen, wie dankbar ich war, als ich eine Einladung erhielt, an diesem wahrlich schaurigen Tag auf eine Klassenparty zu gehen, auf der die Menschen dann doch noch etwas zivilisierter waren. Und in der Zeit, in der ich mich für dieses Gottesgeschenk fertig machte, täuschte ich vor, das Klingeln der mickrigen Geister und Hexen an meiner Tür nicht zu hören. Schließlich hatte ich die Beatles voll aufgedreht! Da sag mal einer, dass die Musik nur zum Vergnügungszweck dient! Sie ist ein besonders glaubwürdiges Fundament für Ausreden, die auf Schwerhörigkeit basieren. Im Übrigen nicht nur gegen nervtötende Kleinkinder einzusetzen, auch sehr geeignet, für den Fall, dass mal Mamas Großtante mit den ätzenden Pullovern anruft, wenn man allein zu Haus ist. Und Hey, sie warten immer noch auf den Tag, an dem Elvis auf unseren Planeten zurückkehrt, um uns mitzuteilen, dass er damals Michael Jackson die Nase geklaut hat!

Bis bald,

KJ

Bleichgesicht macht Ferien

Drei Wochen Sommerurlaub in Amerika: ruhig, entspannt und ausgeglichen, sagen sie. Von wegen, sage ich.

Schon die Fahrt zum Flughafen am Abreisetag scheint mich naives urlaubsreifes Schulkindchen zu verhöhnen und macht jegliche Vorfreude zunichte. Lautes Autogehupe, stetiges doch langsames Fünfmeter-Vorwärtsgerolle, gestresste Autoinsassen und stickige Autoabgase. Hinfort mit dem Urlaubsfeeling. Nach etlichen Ministauss wie durch ein Wunder endlich am überfüllten Flughafengebäude angekommen, ist es immer noch nicht besser. Vergebliches Parkplatz- und Gepäckwagengesuche, sinnloses Schlangestehen am Ticketschalter und Gatefinden im Rennen. Und wofür die ganze Eile? Für eine dreiviertel Stunde Wartezeit in der Abflughalle 12a.

Erste Hürde genommen, direkt auf zur nächsten. Zu spät gebucht heißt leider auch mit dem Vorlieb nehmen, was übrig bleibt. Hat mein Vater das je gesagt bekommen? Er jedenfalls hat jetzt den Gangplatz ganz vorn neben einer mageren alten Dame, die weder hören noch reden und somit auch nicht nerven kann. Ich dagegen sitze elf Reihen dahinter zwischen Bonnie und Clyde. So sieht es jedenfalls aus. Nur das Clyde in diesem Falle ein fetter Ami im Tiefschlaf ist, dessen glänzendes mit einer dreckigen Baseballkappe versehnes Denkzentrum soeben auf meine Schulter gesackt ist. Und Bonnie, links von mir, hat zwar einen circa drei Monate alten Säugling auf dem Arm, der nebenbei erwähnt das dringende Bedürfnis verspürt mit seinem trommelfellzerfetzendem Geschrei alle wandelnden Klischees auch Stewardessen genannt, herbeizulocken, trägt aber auch eine verspiegelte Sonnenbrille, ein Handy im Walkytalky-Safari-Style und ich meine in ihren Männershorts die Ausbuchtung eines Revolvers gesehen zu haben. Aber so etwas hätte man hier niemals hereinschmuggeln können. Oder doch? Und wenn es wie in Nick of Time ist, bei dem alle samt Pilot unter einer Decke stecken?

Ich weiß bis heute nicht, wie ich den zehnstündigen Flug überlebt habe, zumal Bonnie gefühlte hundert Mal zur Toilette musste und es gefühlte null Mal geschafft hat, ihre Klamotten wieder komplett anzuziehen. Clyde ist nur zu den Mahlzeiten aufgewacht, verschlang diese mit Händen und Füßen und ich gab ihm auch noch meine pappigen Spaghetti, aus Angst er hätte sich sonst auf mich gesetzt. Stattdessen ließ er wieder nur satt und zufrieden seine schwitzende Stirn auf meine Schulter fallen.

Wie auch immer, ich bin hier in Amerika, dem Land der tausend Möglichkeiten und endlich Optimistin. Jawohl.

,,Hier ist es so schön, ich glaub ich verlängere unseren Urlaub oder lasse mich krank schreiben, um länger zu bleiben”, meint mein Vater mir mitteilen zu müssen. ,,Dad, im Moment haben wir keine günstige Wirtschaftslage, um seinen Chef zu hintergehen”, antworte ich im einen Augenblick, doch schon im nächsten werde ich von einem solchen Prachtexemplar von Jungen geblendet, das mir das Argument, ich müsse außerdem rechtzeitig zur Schule erscheinen, im Hals stecken bleibt. Und es scheint außerdem so, als würde ich meine Stimme sobald nicht wiederfinden, da sich der Typ auch noch ganz dreist in den Strandkorb direkt vor mir setzt und sich die Sonne ins eh schon unfair braungebrannte Gesicht scheinen lässt.

Dies ist eine der Situationen in denen ich vor mir selbst nicht mehr sicher bin und mein Vater versagt als Retter leider kläglich, da er selbst gerade eine Südländerin im knappen Bikini im seichten Wasser entdeckt hat, die seine gesamte Aufmerksamkeit stiehlt.

Eine anstrengende halbe Stunde voller Überlegungen, welches wohl meine Schokoladenseite ist und Bemühungen den Adonis nicht dämlich anzustarren hatte leider doch noch das dicke Ende zur Folge.

Der Strandkorb ihm gegenüber wird frei und ich stürme hin, rücke den schweren Strandkorb vergeblich um Unauffälligkeit bemüht in seine Richtung und lege mich graziös, was natürlich gleichbedeutend mit ungemütlich und unnatürlich ist, hinein. Wieso denke ich nie nach, wenn ich handle? Ich kann ja wohl nicht davon ausgehen, er würde sich nicht wundern, warum ich mir die Sonne von hinten gegen die Korbrückseite scheinen lasse. Typische Dämlichkeit bei Koexistenz und Anblick eines unerreichbaren Objektes der Begierde.

Anderthalb Wochen spiele ich dieses Spiel mit Tom. Ja, ich habe in der Zwischenzeit herausgefunden, wie er heißt und muss ihn nun nicht mehr mit Namen bezeichnen, die mir peinlicher sind als meine geheime Barbiesammlung auf dem Dachboden.

Dieser “Verknallt-auf-den-ersten-Blick”-Zustand ist ohnehin schon diskriminierend, unerträglich und bei meiner Person einfach inakzeptabel. Ich bin nicht hübsch und auch nicht intelligent und wie wir alle wissen muss man als Mädchen wenigstens eines der beiden Dinge sein, um mit der Tatsache rechnen zu dürfen, man könnte irgendwann einmal interessant für ein männliches Geschöpf sein.

Liebe macht Hoffnung heißt es und deswegen setze ich meine Kennlernstrategie fröhlich fort bis zu dem Tag, an dem bei uns im Hotel eine Poolparty veranstaltet wird. Mein Vater ist zum Glück zu Hause am amerikanischen Sportkanal hängen geblieben und deswegen nehme ich mir all die Freiheiten, die ich nur dann genießen kann, wenn keiner den Babysitter spielt. Cooler Cocktailkonsum, lustiges Gelaber, mutige Machenschaften. Kurzum ich spreche ihn an. Was heißt hier sprechen? Ich schreie ihm ein “Hi foreigner” zu und versuche es gar nicht erst bei der Lautstärke einen Tick Sülzsound in meine Worte mit einfließen zu lassen.

Er erinnere sich an mich, teilt er mir mit. Gutes Zeichen! Ich sei doch die, die nun schon drei Wochen Urlaub hier mache, aber noch kein Stück Sommerbräune bekommen habe, weil sie ihren Strandkorb immer von der Sonne wegdrehe. Traurige Tatsache! Blödmann! Shit, hat er also doch bemerkt! Am liebsten will ich im Boden versinken, aber das ist unmöglich da ich mit meiner blöden Masche schon so tief gesunken bin, dass es nicht weiter abwärts geht.

Nun ja, das - vor einem Jahr - war der Moment in meinem Leben in dem ich zynisch wurde und im Überschalltempo zu meinem gewohnten pessimistischen Lebensstil zurückkehrte. Sicher, aussichtslos, aber sicher und ehrlich im Gegensatz zu diesen Wolke 7- Himmelsflügen. Und hey, ich warte immer noch auf den Tag, an dem Tom auftaucht, mit zwei Strandkörben und nem Selbstbräuner und sich für die Demütigung entschuldigt.

Bis bald,

KJ

Fate and Confusion

or "three letters and a thought"

This was inspired by a true story and it happened to somebody who is really close to me...

It all began on that one warm spring night and it is almost three years ago. I met him for the first time and I immediatly knew that I would have strong feelings for him - of any kind. On the next day I got a letter from him in which he wrote about how much he already liked me. i liked him, too - as a friend.

Three weeks later I got another letter from him that was about how important I was for him. I didn't like him that much anymore. One year passed by and he was as nice, kind, respectful and sweet as he could have possibly been. And I was avoiding him. As soon as we came out of the dance club I pretended not to know him at all. Actually I used him. And he knew that, but he was still trying to get closer to me. Then I got the third letter - the very last one - that explained his true feelings. He wrote that he loved me. That he had loved me all the time - from the first moment on. And I... i hated him. I thought of him as the most disgusting person on earth. And I treated him exactly ike that! What then followed was fate. Evil fate.

He quit dancing, he quit writing me letters, he quit being a gentleman, he quit the contact to me. He got a grilfriend. She was pretty and it seemed like they were happy. I don't know if she actually is the reason that opened my eyes, but it was about this time that i noticed that i needed him. Not only needed him - that he was the one. The one missing piece in my life, my love. but it was too late...

One day I met him on the street and we talked about us and everything. I didn't notice the time going by, but we must have been walking around and talking for the whole day. It was already dark outside when he brought me home. Sometimes I'm laying in my bed, wishing something could bring back those happy hours of just being aroud each other. We were so honest and it felt like we would finally make it. it felt as if the both of us still wanted nothing but each other. but i forgot to tell him that one important thing. I forgot to tell him that I was sorry for treating him so bad, that I was sorry for not noticing that we belonged together. i forgot to explain my feelings to him. Or I just didn't dare it.

After that I drove around for a week. As soon as I woke up i left the house to find him and i didn't come back before that stars lightened up the night. However i didn't meet him again and then i left my homecountry to spend ten months far away from my home, my friends, from him. We didn't say good bye and i don't know why not...

I left him behind me -  in the past, but he still remains in my thoughts. he ment the world to me and I believe that I lost my feelings on that day when I had to notice the hopelessness of my situation. I don't miss my parents that much, I don't miss my friends at all. I'm trying to appreciate the kindness of the people that are around me now, but I can't. And most of all I'm trying to have feelings for someone who is now my boyfriend - the very first one ever. I'd love to cry right now, but I can't. I want my feelings and emotions back! How? Another thing I need to know is why I said yes when my boyfriend asked me if I wanted to go out with him. Maybe I was afraid of making the same mistake again. But how could that be possible when that other guy is the one thing on my mind? Why did I ever met him at all?

- diary abstract

bis bald, K

 




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